Datenschutz endlich wieder ernst nehmen
Zur Veröffentlichung privatester Daten von 1700 Arbeitslosen aus der Oberpfalz auf einer Internetseite eines Partners der Arbeitsagentur erklärt Eva Bulling-Schröter (MdB), die Sprecherin der LINKEN in Bayern:
"Der Vorfall zeigt das völlig unsensible Umgehen mit den Daten von Arbeitslosen. Das sind für mich keine Versehen mehr. Wir fordern, dass der Datenschutz jetzt endlich wieder ernst genommen wird und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Der sich häufende skandalöse Missbrauch von Daten in letzter Zeit ist mehr als besorgniserregend und zeigt, dass die Menschenwürde der Betroffenen offensichtlich weniger gilt als die Verwertbarkeit ihrer Daten." Private Daten von rund 1700 Arbeitslosen waren für mehrere Tage offen im Internet einsehbar. Die Datensätze, die auch Erkrankungen, Arzttermine oder Haftzeiten umfassten, wurden durch einen Fehler bei einem Kooperationspartner der Bundesagentur für Arbeit zugänglich.
