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Sachsen

Für eine offene sachbezogene Auseinandersetzung innerhalb der Partei

Zum Austritt von Christine Ostrowski erklärt die Landesvorsitzende Dr. Cornelia Ernst:

Bei allen Konflikten bedauere ich es sehr, dass Christine Ostrowski diesen Schritt gewählt hat. Christine Ostrowski gehört zu den Begründerinnen der PDS nach der Wende und hat sich in den 90er Jahren für die Entwicklung unserer Partei verdient gemacht.
Ihre Entscheidung, unsere Partei zu verlassen, macht es uns in der Dresdner Linken noch schwerer, den längst überfälligen Neuanfang zu bewältigen. Der Neuanfang braucht die Erfahrungen aller Genossinnen und Genossen in ihrer ganzen Vielfalt.

Nicht nur im Stadtrat, auch darüber hinaus haben sich grundsätzliche Meinungsunterschiede in den letzten Jahren verstärkt, auch im Selbstverständnis der Linken. Auch wenn ich die diesbezüglichen Einschätzungen von Christine Ostrowski zur Linken nicht teile, bin ich der Auffassung, dass unterschiedliche Standpunkte in einer Partei von allen Beteiligten "ertragen" werden müssen. Weder die starre Beharrung auf dem eigenen unfehlbaren Standpunkt noch das Bestreben, politische Auseinandersetzungen innerhalb einer Partei über Verfahrensdebatten zu regeln halfen weiter.
Die Dresdner Linke muss sich öffnen, sich selbst gegenüber wieder Augenhöhe einnehmen. Sich selbst gewinnen, um andere zu gewinnen. Befrieden. Auch diese Forderung ist keine einseitige.

Als Landesvorsitzende will ich die offene sachbezogene Auseinandersetzung innerhalb der Partei. Dazu stehe ich auch mit meiner Person zur Verfügung, nicht nur, aber besonders in Dresden.

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