Kein gutes Beispiel für Zivilcourage!
Zur Absage des geplanten Fußballspiels des FC Energie Cottbus gegen „Germania Storkow 90 e.V.“ unter dem Motto: “Mit Energie für Toleranz!“ wegen einer zeitgleichen NPD-Veranstaltung in Storkow, erklärt der Sprecher für ein Tolerantes Brandenburg gegen Rechtsextremismus der Fraktion DIE LINKE, Dr. Andreas Bernig:
Die Absage des Fußballspiels FC Energie Cottbus gegen Germania Storkow ist kein gutes Beispiel für Zivilcourage, die insbesondere Sportler haben sollten. Es gehört zur Strategie der NPD durch Drohungen einzuschüchtern, Angst zu verbreiten und so Einfluss zu gewinnen. Dass der führende Fußballverein im Land Brandenburg solchen Einschüchterungen nachgibt, ist unverständlich.
Gerade der Sport hat eine besondere Verantwortung, wenn es darum geht, für Toleranz und gegen Rassismus einzutreten. Dafür steht das Aktionsprogramm mit seinem Spieltag gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Fairer sportlicher Wettkampf ist ein Beispiel für gewaltfreien Umgang miteinander, der von Respekt vor dem sportlichen Gegner gekennzeichnet ist. Dass die Sportverbände sich dieser Verantwortung stellen, zeigt ihre Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Rahmen des Handlungskonzeptes der Landesregierung "Tolerantes Brandenburg".
Gerade nach der Erklärung der NPD, zu den Landtagswahlen anzutreten,sind jetzt alle demokratischen Kräfte um so mehr gefordert, den erneuten Einzug von Rechtsextremisten in den Landtag Brandenburg zu verhindern! Dass sich Zivilcourage und gesellschaftliches Engagement lohnen, haben wir in Halbe erlebt.
Insofern begrüßen wir das Engagement des SV Babelsberg 03, des 1.FC Union Berlin und den Nachwuchsprofis des FC Energie Cottbus am kommenden Samstag. Sie haben damit der Lizenzmannschaft einiges voraus.
