Kreuzzug der CSU endet mit mehr Kreuzchen für DIE LINKE
Die Spitzen der bayerischen Linken sehen den heute veröffentlichten Wahlaufruf von zehn ehemaligen Mitgliedern der CSU für die Partei DIE LINKE als Beleg dafür, dass der Kreuzzug der CSU gegen die Linke ins Leere laufe. Man könne auch viele enttäuschte CSU-Anhänger als Wähler gewinnen. Die Linke sei die einzige echte Alternative zur unsozialen Politik der CSU.
Der Vizechef der Linken, Klaus Ernst, geht davon aus, dass seine Partei auch viele ehemalige CSU-Anhänger als Wähler gewinnen kann. "Der Aufruf der Zehn steht stellvertretend für die Enttäuschung vieler ehemaliger CSU-Wähler. Sie wollen, dass es in Bayern sozialer zugeht. Wichtig ist, dass diese Menschen am Wahltag nicht zu Hause bleiben. Es gibt eine wirkliche Alternative zur unsozialen Politik CSU. Das ist die Linke. Wer der CSU einen Denkzettel verpassen will, wählt die Linke."
Nach Ansicht der bayerischen Landessprecherin der Linken, Eva Bulling-Schröter, läuft der von der CSU gegen die Linke ausgerufene Kreuzzug ins Leere. "Am Wahltag wird es vor allem mehr Kreuzchen für die Linke geben. Huber und Beckstein können sich schon mal auf einen heißen Wahlkampfendspurt einstellen. Im Bayernwahlkampf geht es um mehr soziale Gerechtigkeit. Die Menschen wollen eine glaubwürdige Politik. Aber die CSU macht den Menschen im Wahlkampf etwas vor. Am 25. September steht im Bundestag die Wiedereinführung der alten Pendlerpauschale zur namentlichen Abstimmung. In den letzten 48 Stunden werden wir in ganz Bayern das Abstimmungsverhalten jedes einzelnen CSU-Abgeordneten öffentlich machen. Die CSU muss sich warm anziehen. Ihr werden nicht nur die Mitglieder sondern auch die Wählerinnen und Wähler davonlaufen."
Der oberbayerische Spitzenkandidat der Linken für die Landtagswahl, Fritz Schmalzbauer, erwartet von dem Aufruf Rückenwind für die Schlussphase des Wahlkampfs. "Auf den Straßen und Plätzen sagen uns die Menschen, dass sie von der Spezlwirtschaft der CSU die Nase voll haben. Das ist längst keine Volkspartei mehr. Sie macht Politik gegen die Menschen. Der Kreuzzug gegen die Linke, den Huber und Beckstein ausgerufen haben, soll davon nur ablenken. Bayern braucht eine soziale Kraft. Nur wenn es die Linke am 28. September in den Landtag schaffen, ist die absolute Mehrheit der CSU futsch."
