Landesvorstand der sächsischen LINKEN fordert Tillich zu Ehrlichkeit auf
Auf seiner turnusgemäßen Sitzung hat sich der Landesvorstand der sächsischen LINKEN über den Wahlkampf verständigt. Kritisch wurde der Umgang von Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit seiner eigenen Biographie gewertet. Dazu die Vorsitzende Dr. Cornelia Ernst:
"Herr Tillichs Flucht nach vorn, die er mit seiner Erklärung am Mittwoch versucht hat, ist nur ein dürftiger Versuch jetzt vor den Wahlen noch "reinen Tisch" machen zu wollen. Denn alles was er am Mittwoch "zugegeben" hat, war schon vorher bekannt.
Ich will deutlich sagen, ich will Herrn Tillich nicht seine Biographie vorwerfen. Niemand kann gelebtes Leben vorwerfen. Und wenn Friedrich Schorlemmer davon spricht, dass es auch in der DDR "aufrechtes, gelingendes, sinnerfülltes Leben, Freundschaft, Liebe, Kultur, Echtheit, Bescheidenheit, engmaschige soziale Sicherheit und viel kleinbürgerliche Zufriedenheit" gab, trifft das wohl auch auf den ehemaligen Stellvertreter des Rates für Handel und Versorgung des Kreises Kamenz zu.
Allerdings misst Herr Tillich und die CDU offenbar mit zweierlei Maß, denn am Ende des Fragebogens steht: "Eine unvollständige oder unwahre Beantwortung" führe im Regelfall "zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses". Das haben Tausende im Freistaat Sachsen am eigenen Leibe erfahren dürfen. Hier hätte dem ersten Mann des Staates Ehrlichkeit gut getan, der Name Tillich wird auf immer mit dieser (Ver)Schweigetaktik verbunden sein."
Der Landesvorstand der sächsischen LINKEN verständigte sich auch darauf, die am 12. September in Berlin geplante Großdemonstration in Berlin unter dem Motto "Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn!" unterstützen.
