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Bayern

Langjähriger bayerischer ver.di-Vize verlässt SPD und ruft zur Wahl der LINKEN auf

Michael Wendl, bis April 2007 Stellvertretender Landesleiter der Gewerkschaft ver.di in Bayern und zuvor bayerischer ÖTV-Vorsitzender, hat nach 36 Jahren seinen Austritt aus der SPD erklärt und ist der LINKEN beigetreten. Zur Landtagswahl am 28. September ruft er zur Wahl der LINKEN auf.

Wendl schließt sich mit seinem Austritt inhaltlich der jüngsten Radikalkritik der SPD-Linken um Ottmar Schreiner an der Agenda 2010 der Regierung Schröder an: „Die Unterstützer des Aufrufs haben völlig Recht. Die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich ist Resultat der Politik der SPD. Aber die SPD-Führung um Müntefering und Steinmeier wird sich um diese Kritik aus den eigenen Reihen einen Dreck scheren. Die SPD will nach dem Putsch gegen Beck offensichtlich zurück zu einer bereits unter Schröder grandios gescheiterten Politik. Deshalb ist es für die erfolgreiche Veränderung der SPD viel wichtiger, dass DIE LINKE auch in Bayern in denLandtag einzieht. Jede Stimme für DIE LINKE bewirkt inzwischen mehr als 100 Manifeste kritischer SPD-Mitglieder.“

Wendl begründete seinen Schritt mit dem Festhalten der SPD-Führung an der verheerenden Agenda 2010-Politik der Regierung Schröder. Auch der Umgang mit der Krise der IKB ist für Wendl ein Armutszeugnis für die Wirtschafts- und Sozialkompetenz der SPD. Hier sei ausgerechnet unter der Führung eines sozialdemokratischen Finanzministers wieder einmal nach dem berüchtigten Prinzip „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren“ verfahren worden.

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