Maget droht nach Wahlniederlage selbst Schicksal als Putsch-Opfer
Der oberbayerische Spitzenkandidat der Partei DIE LINKE für die Landtagswahl, Fritz Schmalzbauer, sieht die bayerische SPD als Folge des Rückzugs von Kurt Beck in schwerem Fahrwasser. Schmalzbauer hält die Glaubwürdigkeit von SPD-Spitzenkandidat Maget nach dem Rechtsruck an der SPD-Spitze für verloren, weil die SPD weiter denn je von einem sozialeren Kurs entfernt sei. Schmalzbauer erklärt:
Erst die Watsch'n von DGB-Chef Schösser, dann der Rechtsputsch in der Bundes-SPD. Auch die Bayern-SPD steuert auf eine Zerreißprobe zu. Müntefering steht für das ungebrochene Festhalten an der Agenda 2010. Auch Maget zählt zu den unbelehrbaren Verteidigern dieses größten Sozialabbau-Programms der Nachkriegszeit. Für aufrichtige Sozialdemokraten gibt es am Wahltag eigentlich nur eine Alternative: Beide Stimmen für DIE LINKE.
Die Wähler nehmen Maget seine sozialen Versprechen nicht ab. Mit seinem eigenen Glaubwürdigkeitsverlust zieht er die Bayern-SPD in den Abgrund. So oder so wird Maget eine gigantische Wahlniederlage einfahren. Das glauben sogar die eigenen Leute. Doch der Sturz Franz I. vom hohen Ross des selbsterklärten Ministerpräsidenten wird allen Beteiligten weh tun. Der lächerliche Abgrenzungskurs gegenüber der Linken, mit dem Maget gegenüber der Bundespartei buckelt, wird dann nur ein Minuspunkt seiner Bilanz sein. Wenn Maget sich weiter so bedingungslos dem Kurs von Steinmeier und Müntefering verschreibt, dann werden ihn die enttäuschten Genossen stellvertretend für diesen Kurs der Wählervergraulung davon jagen.
